Drei Wege führen vom Flughafen Bali weiter: die Apps Grab und Gojek, der offizielle Taxischalter in der Ankunftshalle und ein vorab gebuchter Transfer. Bei allen dreien steht der Preis vorher fest.

Ein vierter Weg wird Ihnen angeboten und ist keiner. Hinter dem Zoll sprechen Sie Männer an, die kein Taxi fahren, sondern ein Auto haben. Sie sagen „Taxi, boss?“ und „special price“, und ihr Preis liegt beim Drei- bis Vierfachen. Gehen Sie an ihnen vorbei.

Grab und Gojek: Indonesiens Fahrdienst-Apps

Grab und Gojek sind die beiden Fahrdienst-Apps Indonesiens und der übliche Weg, sich auf Bali fortzubewegen. Uber hat das Land 2018 verlassen, damals übernahm Grab das Geschäft.

Beide funktionieren wie erwartet: Ziel eingeben, Preis sehen, bestätigen. Der Preis steht vor der Buchung fest und wird nicht verhandelt. Bezahlt wird bar oder per Karte. Beide bieten Auto und Motorroller an; mit Koffern kommt nur das Auto infrage.

An der Bordsteinkante dürfen App-Fahrer nicht halten. Sie laufen einige hundert Meter zur ausgewiesenen Abholzone.

Zum Bestellen brauchen Sie Internet. Richten Sie beide Apps zu Hause ein und verifizieren Sie Ihre Nummer, bevor Sie fliegen. Am Flughafen verkaufen offizielle Stände von Telkomsel und XL Axiata Touristen-SIM-Karten; das Handy muss dafür entsperrt sein.

Grab oder Gojek: die Unterschiede

Welche App billiger ist, wechselt. Die Frage lohnt sich trotzdem, weil die beiden strukturell nicht dasselbe sind.

Für Grab spricht die Zahlung. Ausländische Kreditkarten werden zuverlässig akzeptiert, bei Gojek scheitern sie regelmäßig an der 3D-Secure-Prüfung. Auch die Registrierung mit einer deutschen Handynummer klappt bei Grab häufiger. Grab arbeitet in acht Ländern Südostasiens, was zählt, wenn Ihre Reise über Bali hinausgeht, und vermietet Fahrer stundenweise, was Gojek nicht anbietet.

Für Gojek spricht die Adresssuche. Grabs Suche findet balinesische Adressen oft schlicht nicht, und Sie zoomen am Ende von Hand auf der Karte herum; Gojek trifft zuverlässiger. In Ubud und abseits des Südens hat Gojek häufig mehr Fahrer unterwegs. Wer ohne indonesisches Konto bargeldlos zahlen will, lädt die GoPay-Geldbörse an der Kasse jedes Alfamart oder Indomaret mit Bargeld auf.

Der eigentliche Grund, beide zu installieren, ist ein anderer: Aufpreise bei hoher Nachfrage treffen die Apps nicht gleichzeitig. Ist die eine gerade teuer, ist die andere es oft nicht. Zwei Apps auf dem Handy kosten nichts und geben Ihnen jedes Mal die Wahl.

Der offizielle Taxischalter

In der Ankunftshalle steht ein Schalter für Flughafentaxis. Sie nennen Ihr Ziel und zahlen einen festen Zonenpreis. Verhandelt wird nicht, und der Preis steht fest, bevor Sie einsteigen.

Der Schalter ist teurer als die Apps, dafür brauchen Sie weder Internet noch eine funktionierende App. Wer mit leerem Akku landet oder die Registrierung nicht hinbekommt, ist hier richtig.

Blue Bird gilt als die verlässlichste Taxi-Marke Indonesiens und hat eine eigene App. Ob Blue Bird am Flughafen direkt Fahrgäste aufnehmen darf, wird widersprüchlich berichtet; verlassen Sie sich darauf nicht.

Was kostet die Fahrt vom Flughafen?

Das müssen Sie nicht vorher wissen. Grab und Gojek zeigen den Preis, bevor Sie bestätigen. Am Schalter gilt ein fester Zonenpreis. In beiden Fällen erfahren Sie die Summe, bevor die Fahrt beginnt.

Misstrauen Sie Seiten, die feste Beträge nennen. Die App-Preise sind dynamisch und ändern sich mit Tageszeit, Wetter und Nachfrage; die Zahlen, die im Netz kursieren, weichen um das Dreifache voneinander ab, weil sie geraten sind.

Zwei Dinge kommen allerdings dazu, und die stehen in keinem App-Preis. Erstens: Maut und Parkgebühren zahlen Sie extra, in bar an den Fahrer, meist 10.000 IDR. Genau das fällt am Flughafen und auf der Bypass-Straße an, also auf Ihrer Strecke. Zweitens: Trinkgeld ist im Preis nicht enthalten. Beide Apps schlagen nach der Fahrt Beträge vor, üblich sind 5.000 bis 10.000 IDR für kurze Strecken und 15.000 bis 25.000 IDR, wenn der Fahrer mit dem Gepäck hilft.

Nehmen Sie kleine Scheine mit. Fahrer haben selten Wechselgeld, und mit einem großen Schein zahlen Sie am Ende drauf.

Wo Grab und Gojek nicht fahren dürfen

Auf Teilen der Insel lassen örtliche Fahrergenossenschaften keine App-Fahrzeuge zu. Betroffen sind vor allem das Zentrum von Ubud rund um den Palast und einzelne Ecken von Canggu. Im Norden Balis finden Sie ohnehin kaum Fahrer.

Praktisch heißt das: Ihre App zeigt in diesen Zonen keine Fahrzeuge oder der Fahrer bittet Sie, ein Stück zu laufen. Diese Zonen sind meist klein; zweihundert Meter weiter funktioniert die App wieder.

Vom Flughafen aus betrifft Sie das bei der Ankunft nicht. Es wird relevant, wenn Sie später aus Ubud zurückwollen.

Was sind die Grab- und Gojek-Lounges am Flughafen Bali?

Beide Apps betreiben im Bereich der Ankunftsterminals eigene Lounges. Dort buchen und warten Sie in einem klimatisierten Bereich, und das Personal hilft beim Bestellen, falls Ihre App noch nicht läuft. Das Fahrzeug selbst nimmt Sie anschließend an der ausgewiesenen Abholzone auf, nicht direkt vor dem Terminal.

Wie sind die Erfahrungen mit Grab und Gojek auf Bali?

Überwiegend unauffällig: Der Preis steht vorher fest, das Fahrzeug kommt meist in unter zehn Minuten, gehandelt wird nicht. Die wiederkehrenden Ärgernisse sind klein. Adressen sind auf Bali uneinheitlich benannt, Ihr Fahrer landet also gelegentlich an der falschen Stelle. Bei Regen und im Berufsverkehr warten Sie länger. Und sehr selten fragt ein Fahrer nachträglich per Nachricht nach mehr Geld; dann stornieren Sie.

Lohnt sich das Roller-Taxi von Grab oder Gojek?

Für kurze Strecken ja, mit Gepäck nein. Ein GrabBike oder GoRide kostet deutlich weniger als das Auto und kommt durch den Verkehr, nimmt aber nur eine Person und keinen Koffer mit. Setzen Sie den Helm auf, den der Fahrer mitbringt: Ohne Helm sind Sie bei einem Unfall nicht versichert, und die Polizei kontrolliert das inzwischen streng.